Archiv des Autors: antonsalzer

Über antonsalzer

Als Physiker beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit verschwundenen Erfindungen und Technologien und der Lebensgeschichte der Erfinder und Entdecker dahinter. Vieles davon ist nicht nur Verschwörungstheorie Being a physicist I'm focusing since more than 30 years on stories about discoveries and inventions that have been tucked away, stolen or suppressed. Believe me much of these are not just conspiracy or fantasy.

Pläne für Raketenbau in Redl-Zipf entdeckt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Weltraumpionier Wernher von Braun hat in Redl-Zipf Pläne für den Raketenbau verfasst. Sie wurden von der „Arge Schlier“ entdeckt, die sich mit der Geschichte des ehemaligen Nazi-Rüstungsbetriebes in Redl-Zipf befasst. Entwickler der V2 Wernher von Braun war von 1937 bis 1945 der Technische Direktor der Heeresversuchsanstalt Peenemünde auf der Insel Usedom. Dort leitete er unter anderem die Entwicklung des Aggregats 4, kurz A4 genannt, einer Großrakete mit Flüssigtreibstoff.

Ab 1943 wurde die Rakete in Serie gebaut und nach ihren ersten Einsätzen gegen London V2 (Vergeltungswaffe 2) genannt. Sie war eine der „Wunderwaffen“ des Dritten Reiches, die doch noch den Sieg im Zweiten Weltkrieg bringen sollten.

„Vorwerk Schlier“ in Zipf
Wegen der zunehmenden alliierten Bombenangriffe auf Deutschland sollte die Raketenproduktion weiter in den Osten und unter Tage verlegt werden. Ab Herbst 1943 befand sich dazu im Bereich der heutigen Brauerei Zipf das „Vorwerk Schlier“. Dorthin wurden die Triebwerksprüfungen für einen Teil der Serienfertigung verlagert.

KZ-Nebenlager von Mauthausen
Im angeschlossen KZ-Nebenlager von Mauthausen waren rund 2.300 Häftlinge untergebracht und mussten die schweren Ausschachtungs- und Betonierarbeiten ausführen. Wobei bisher nachweislich mindestens 266 Häftlinge ihr Leben verloren. Ungeordnete Akten aus Peenemünde
In einem Archiv konnte die von interessierten Personen gebildete „Arge Schlier“ nun erstmals Einsicht in 20 Schachteln voller ungeordneter Akten aus Peenemünde nehmen, die erst kürzlich aus den USA zurückgekommen seien, berichtete sie. Dabei sei auch ein Dokument vom 31. August 1944 zum Vorschein gekommen, das von Braun in Karlshagen verfasst hatte.

Aktennotiz
In dieser Aktennotiz gab er genaue Anweisungen über den Ausbau des Triebwerksprüfstandes in Zipf, die dann von einem Architekturbüro unter Aufsicht des SS-Baustabes an Ort und Stelle von Zivilarbeitern und KZ-Häftlingen ausgeführt werden mussten.

Explosion am Zipfer Prüfstand
Von Braun reagierte damit auf eine schwere Explosion am Zipfer Prüfstand, die 27 Personen das Leben kostete. Unter ihnen befand sich auch die Tochter des Raketenpioniers Hermann Oberth, Ilse Oberth. Die erst 20-Jährige sollte auf Wunsch ihres Vaters und mit von Brauns Hilfe aus Zipf weg versetzt werden, wurde aber bei ihrem letzten Arbeitseinsatz getötet. Anweisungen für mehr Sicherheit
Die Arge Schlier vermutet, dass sich von Braun wegen der emotionalen Verbindung zu seinem geistigen Vater, Hermann Oberth, beim Wiedererrichten des beim Unfall zerstörten Prüfstandes in Zipf besonders engagiert und sogar bautechnische Anweisungen gab, um die Anlage sicherer zu machen.

Pionierzeit der Raumfahrt
Derzeit besteht noch ein Triebwerksprüfstand aus der Pionierzeit der Raumfahrt. Die Arge Schlier will die Stollen- und Bunkeranlagen des ehemaligen Rüstungsbetriebes Schlier erhalten, dokumentieren und geordnet zugänglich machen.

Quelle: ORF Online


Kornkreis von deutschem Ehepaar entdeckt.

Sehr geehrter Anton Salzer,
mein Mann und ich verbrachten unseren Sommerurlaub in Wolfsegg bis gestern Abend. (Anmerkung bis 12.8.11) Wir waren am Freitag, 13.08.2011 spazieren in einem Wald in der Nähe von der Ortschaft Thomasroith. Als wir durch einen Wald gingen kamen wir auf ein Kornfeld in der Nähe einer Anlage für Erdgas oder ähnliches. Auf der Anlage stand RAG.

Neben dieser Anlage konnten wir bei einer Rast im Kornfeld komische niedergetretene Linien sehen. Als wir in das Feld gingen, sahen wir, dass es ein Kreis ist mit verschiedenen Linien. Der Kreis war ca. 21 Meter groß. Mein Mann konnte sich eine Leiter besorgen von einem benachbarten Haus. So konnten wir einige Fotos machen.
Wir wissen nicht, wie die Kreise entstanden sind. Vielleicht könnte es ein Hubschrauber machen. Die Gegend kennen wir nicht sehr genau, aber es müsste das Feld unter diesem Link sein:

Mit freundlichen Grüßen
Herta Nagel

Ps: Ich habe dieses Mail sowohl an Sie als auch an die „Tips“ und an die „Oberösterreichischen Nachrichten“ gesendet.


25.Jänner.1938 – Nordlicht durch Schapellers Raumkraft?

„Rieder Volkszeitung“ Nr. 4, 1938:

Nordlicht überm Hausruck

In den Abendstunden des 25. Jänner zeigte sich auf dem nördlichen Himmel eine bei uns seltene Lichterscheinung. Es war ein Nordlicht, das in fast allen Ländern Europas zur gleichen Zeit zu sehen war. Die Himmelserscheinung war in ihrer ganzen Pracht so recht dazu angetan, tausende Beobachter in ihren Bann zu ziehen. Im ersten Augenblick hielten viele Leute die auffallende Röte am Himmel als den Widerscheine eines großen Brandes. Als sie aber sahen, daß das Licht den Standort wechselte und in fast gleicher Stärke länger als eine Stunde anhielt und eine riesige Ausdehnung annahm, wurde klar, daß es sich um eine ganz seltene Naturerscheinung handeln müsse. Nun steht fest, daß die Erscheinung ein Nordlicht war. Wir Erdbewohner befinden uns augenblicklich direkt im Maximum einer Sonnenfleckenperiode, die uns eine so fesselnde Überraschung beschert hat (…) Der nördliche Nachthimmel war für die Bewohner fast aller europäischen Länder sichtbar, in tiefe Feuerröte getaucht Daher vermutete man vorerst den Ausbruch eines großen Brandes. Vielerorts, nicht nur bei uns in Österreich, wurden die Feuerwehren alarmiert und auf diese Art ungewollt dazu beigetragen, daß viele Menschen auf dieses herrliche Schauspiel der Natur aufmerksam wurden. Vorerst war man sich selbst in Kreisen der Wissenschaft über die Art des Himmelslichtes nicht klar. Man meinte, daß es sich um fliegenden Wüstensand, um einen Meteoritendurchgang oder um eine niedrig gelagerte und beleuchtete Wolke handeln könnte. Andere wieder, die solche Dinge weniger von der wissenschaftlichen Seite her ansehen, phantasierten von plötzlichen Kriegshandlungen Deutschlands gegen die Tschechoslowakei.

Einer, der die seltene Farbenpracht in der Richtung gegen Aurolzmünster aufflammen sah, kam zur Vermutung, daß Schapeller jetzt seine Raumkraft ausprobiert.


IRON SKY – Repulsine und Hausruck als Vorlage?

Der finnische SciFi-Film „Iron Sky“ geht in die Pre-Production-Phase. Das heisst: Das Drehbuch von der bekannten, Nebula-nominierten finnischen SciFi-Autorin Johanna Sinsalo ist bereit, die Schauspieler sind gecastet (u.a. die Deutsche Julia Dietze für die weibliche Hauptrolle als SS-Spionin, die Concept Art ist atemberaubend und die Propaganda so erstklassig, wie man es von einem „Nazis auf dem Mond“-Film nur erwarten kann. Der Plot: Die Nazis gründeten im Angesicht der bevorstehenden grossen vaterländischen Niederlage 1945 eine geheime Basis an der antarktischen Atlantikküste ( „Neuschwabenland“) und verstärkten diese mit Hilfe von Ubooten und Vril-Flugmaschinen (a.k.a. „Reichs-Flug-Scheiben“).

Dort wurden die fliegenden Untertassen weiterentwickelt („Haunebu“) und Mensch und Material auf einen noch geheimeren Stützpunkt auf der Mondrückseite geflogen. Originalton: „Ein kleinerr Schrritt fürr einen Mann, aberr ein grrosser Schrritt fürr das Vaterrland!“ Dort bauten die Raumnazis eine riesige unter-lunare Basis, und eine Invasionsflotte, um im Jahr 2018 zurückschlagen und die Erde doch noch erobern zu können.

So weit zu dem mit Spannung erwarteten Film der unverkennbar Anleihe an Viktor Schaubergers Repulsine und den geheimen Test der Nazis im Hausruck nimmt.

IRON SKY Homepage

 


Interplanetarer Bergbau

Die Suche nach außerirdischen Zivilisationen beschäftigt die Menschen schon lange. Neben dem eher klassischen Vorgehen, bei dem man probiert, extrasolare Planeten mit den passenden Bedingungen zu finden bzw. dem Versuch, Signale einer Alien-Zivilisation (SETI-Projekt) zu empfangen gibt es aber unkonventionellere Methoden. Eine entsprechend weit fortgeschrittene außerirdische Kultur könnte sich eventuell durch ihre großen Raumfahrtvorhaben bzw. andere bis jetzt eher aus der Science-Fiction bekannten Konzepte verraten. Man kann zum Beispiel nach Dyson-Sphären suchen. Also gewaltigen Konstruktionen, die einen Stern komplett umgeben und so seine Energie maximal ausbeuten.

Eine andere Idee haben Duncan Forgan und Martin Elvis von der Universität Edinburgh bzw. dem Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in ihrem Artikel „Extrasolar Asteroid Mining as Forensic Evidence for Extraterrestrial Intelligence“ der im International Journal of Astrobiology erscheinen wird verfolgt. Sie haben sich die Frage gestellt, was eigentlich passiert, wenn man anfangen würde, die Rohstoffe die in den Asteroiden enthalten sind, im großen Stil abzubauen.

Noch sind die Rohstoffe (sieht man mal von fossilen Brennstoffen ab) auf der Erde ja noch nicht wirklich knapp. Wie stark unsere Technologie allerdings von einem ungehinderten Nachschub an diversen Metallen und anderen Stoffen abhängt, hat man ja erst vor einiger Zeit bei der Diskussion über die „seltenen Erden“ aus China gesehen. Und je technischer und weiter entwickelt unsere Zivilisation wird, desto mehr Rohstoffe wird man brauchen. Irgendwann könnte es sich als sinnvoll erweisen, diese Stoffe nicht mehr von der Erde zu holen sondern aus dem All. Denn die Asteroiden sind voll mit Sachen, die wir auf der Erde gut brauchen könnten. Und wenn wir irgendwann einmal tatsächlich eine richtige raumfahrende Zivilisation werden wollen, dann führt am Asteroidenbergbau kein Weg vorbei. Denn all das Material das zum Bau großer Raumschiffe, Raumstationen, Habitate, etc notwendig ist von der Erde ins All zu bringen ist unverhältnismäßig aufwendig und teuer. Vor allem dann, wenn es im Weltall genug davon gibt.

Davon ist auch Joachim Achleitner (55) aus dem oberösterreichischen Bergbauort Thomasroith überzeugt. Der Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung eines oberösterreichischen Hightech-Unternehmens befasst sich beruflich und privat mit Plasmasystemen. Plasmatriebwerke sind die Antriebstechniken der Zukunft, ist Achleitner überzeugt. Seit seiner Jugend verfolgt er die Entwicklung der Raumfahrt, steht in Kontakt mit der deutschen Luft- und Raumfahrtgesellschaft und der europäischen Raumfahrtorganisation ESA. Achleitner hält Fachvorträge und schreibt derzeit an einem Buch mit dem Titel „Aufbruch zu den Sternen“.

Das Problem mit dem Bergbau im Weltall ist jetzt nicht so sehr ein technisches sondern eher ein finanzielles bzw. ein politisches. So ein Projekt zu beginnen ist sehr teuer und dauert sehr lange. Und es wird schwierig sein, für den Anfang Investoren zu finden bzw. Politiker, die das nötige Geld bereitstellen wenn mit Erfolg erst nach sehr langer Zeit zu rechnen ist. Am Ende kann es sich aber wirklich auszahlen! Forgan und Elvis bringen hier den Panama-Kanal als Beispiel der ebenfalls extrem teuer und aufwendig war – aber heute ein unverzichtbarer Teil des Welthandels ist. Und wenn es erstmal so weit ist, dass Asteroiden automatisch von Robotern abgebaut werden und große Mengen an Rohstoffen und Baumaterial im All und in Erdnähe vorhanden sind, dann kann man auch große Projekte angehen die bisher eher in den Bereich der Science-Fiction fallen (z.B. Weltraumhabitate oder Weltraumfahrstühle).

„Die Zukunft der Raumfahrt hat schon begonnen“, sagt auch Joachim Achleitner. Ausgangspunkt war die Internationale Raumstation ISS, als nächstes folgt das Comeback auf dem Erdmond, und schon in 15 Jahren wird die Menschheit mit Hilfe des in Planung befindlichen Super-Raumschiffs „Triton“ das Sonnensystem erobern.


Das Dorf der Wissenden?

„Mehr oder weniger unbekannt ist hingegen das viele „Steiger“ (Der Steiger ist eine Aufsichtsperson im Bergbau) aus dem Kohlerevier West (Wolfsegg, Kohlgrube, Thomasroith, Zell , Holzleithen) in GUSEN gearbeitet und einiges an geheimen Wissen in den Hausruck gebracht haben. Darunter auch viele Dokumente und Augenzeugenberichte. Pläne etc. sollen in den aufgelassenen Stollen des Kohlebergbaus versteckt und verstaut worden sein“

Dieser interessante Kommentar von „InterStella“ brachte mich auf die Spur eines oberflächig verschlafenen Idylls in Oberösterreich.

Die Rede ist von Thomasroith. Das kleine Dorf liegt auf  578 m im Braunkohlengebiet des Hausrucks. Jahrhunderte lebte der Ort vom Bergbau, ehe dieser 1992 stillgelegt wurde. 1839 gründete Baron Rothschild die „Traunthaler Gewerkschaft“, welche den Kohlenabbau in Thomasroith vorantrieb und jene Struktur des Ortes am Reißbrett entwarf, die heute noch sichtbar ist. Der ganze Ort sieht aus wie ein kleines Stück  England. Viele Spuren sind noch ersichtlich, deutlich ist die Vergangenheit zu erkennen.

Es gibt ganze Straßenzüge in denen die Angestellten ihre Zuhause fanden, Kasernen in denen die Bergarbeiter und ihre Familien wohnten, ein Badhaus, ein Werks-Krankenhaus, einen Schaustollen und die einzige Barbara-Kirche OÖ. http://www.dioezese-linz.at/pfarren/ottnang/kirchen/thomasroith.php

„Im Zuge einer ersten Innenrenovierung im Jahre 1921 wird das Rundfenster im Altarraum zugemauert und vom Linzer Maler Andreas Stickler das Bild „Bittgang der Bergleute zur hl. Barbara“ geschaffen. Das Bild zeigt Thomasroither Bergkappen, die sich vor der Einfahrt in den Stollen im Gebet an die hl. Barbara wenden. Sie standen dem Maler für sein Werk Modell“,  so kann man es der Homepage der Diözese Linz entnehmen. Gemunkelt wird aber, dass das Gemälde Viktor Schauberger zeigt, der den Heiligen Gral (also Wissen) erhält. Weitere codierte Hinweise soll das Bild enthalten, etwa den Eingang in den Südfeldstollen, der als Zugang zu einem geheimen Lager dienen soll. Oder im rechten oberen Bereich eine Lichtung die als Fundstelle gekennzeichnet wurde.

VIKTOR SCHAUBERGER

Anlässlich der 2006 durchgeführten Sicherungs- und Renovierungsarbeiten ist die Barbarakirche wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt worden, sodass nun neben dem Altarbild, welches ein einzigartiges Zeitdokument des Kohlebergbaus im Hausruck darstellt, auch die Gewölbe- und Altarraumgestaltung im neogotischen Stil wieder zu sehen sind.

Ca. 700 Einwohner leben oder kommen aus diesem vergessen Ort Thomasroith. Darunter auffallende Personen. Etwa Hubert Hummer Leiter des „Wissensturms“ in Linz und die 1. Nationalratspräsidentin Österreichs Barbara Prammer. Ebenso der Künstler Chris Müller. Sein Film „Saurüssel – Labyrinth der Erinnerung“ http://www.chrismueller.at/?p=106 ist eine Dokumentation der Jahre 1943 bis 2008, eine Darstellung der dunklen Rüstungsgeschichte Zipfs und des Umgangs mit eben dieser. Oder, wie am Sa. 12. Dez. 2009 in den OÖNachrichten zu lesen war, Joachim Achleitner (angeblich Vertrauter von Erich von Däniken) – Autor des Buches „Aufbruch zu den Sternen“.

Zufall?


Oberth – Der Raketenpionier, die Ufo`s und der Tod im Hausruck

Hermann Julius Oberth (* 25. Juni 1894 in Hermannstadt, Siebenbürgen, Österreich-Ungarn; † 28. Dezember 1989 in Nürnberg) war ein siebenbürgischer Physiker und Raketenpionier. Er gilt als einer der Begründer der wissenschaftlichen Raketentechnik und Astronautik sowie als prophetischer Initiator der Raumfahrt und der Weltraummedizin. Oberth befasste sich auch mit der Möglichkeit außerirdischen Lebens und dem UFO-Phänomen und äußerte sich auch mehrfach darüber. [2] [3]

Hermann Oberth war verheiratet mit Mathilde geb. Hummel. Das Paar hatte zwei Töchter und zwei Söhne. Der Sohn Adolf Oberth (1928–2007) war Chemiker und Erfinder, er unterstützte seinen Vater in den 1950er Jahren bei der Entwicklung von Treibstoffgemischen für Feststoffraketen und arbeitete später bei Aerojet in Sacramento, Kalifornien. Die Tochter Erna Roth-Oberth (* 1922) macht sich besonders um die Pflege des Nachlasses ihres Vaters verdient. Der Sohn Julius Oberth (* 1919) wurde 1943 als vermisst gemeldet.

Tochter Ilse Oberth (1924–1944) war Raketentechnikerin. Sie kam, im Hausruck, am 28. August 1944 auf dem Raketenprüfstand „Schlier“ des KZ-Nebenlagers Redl-Zipf bei einer Explosion unmittelbar nach einem A4-Triebwerkstest ums Leben. An den Folgen der Explosion starben 27 Menschen. Ihnen wurde am Friedhof Vöcklabruck-Schöndorf ein Staatsbegräbnis bereitet.

Hermann Oberth entstammte einer Familie Siebenbürger Sachsen. Schon als Jugendlicher ein begeisterter Leser der futuristischen Romane von Jules Verne, die ihm sein Vater geschenkt hatte, begann sich Oberth bereits während seiner Gymnasialzeit mit raketen- und raumfahrttheoretischen Problemen zu befassen. So konnte er durch physikalisch-mathematische Überlegungen nachweisen, dass eine „Reise zum Mond“ mit einer wie bei Jules Verne verwendeten Kanone, durch welche die Mondreisenden zum Mond geschossen würden, nicht möglich sein kann, da die Reisenden den gewaltigen Anpressdruck beim Abschuss nicht überleben würden. Stattdessen kam Oberth bald zu dem Schluss, dass eine solche Reise nur mit einer Rakete zu realisieren wäre. (Eine Rakete wird in einem anderen Roman von Jules Verne beschrieben.)

Da sein Vater, Dr. Julius Oberth, Arzt war, wurde auch in Hermann Oberth schon früh das Interesse an medizinischen Problemen geweckt. In seinen Erinnerungen beschreibt Oberth, wie er als Gymnasiast im öffentlichen Bad seiner Heimatstadt Schäßburg (Siebenbürgen, Österreich-Ungarn, heute Rumänien), in der er seit seinem zweiten Lebensjahr mit den Eltern lebte, Sprünge vom Sprungbrett unternahm, um dem Gefühl der Schwerelosigkeit nahezukommen.

Studium der Medizin und Physik

Im Anschluss an seine Reifeprüfung im Jahr 1912 begann er auf Wunsch seines Vaters, der Chirurg war, ein Studium der Medizin in München, zusätzlich belegte er auch Vorlesungen an der Technischen Hochschule und nahm ab 1914 am Ersten Weltkrieg teil. Nach einer Verwundung an der Ostfront stand er als Sanitätsfeldwebel im Lazarett in Schäßburg im Einsatz. 1918 heiratete er Mathilde Hummel, mit der er nachfolgend vier Kinder hatte. Im Herbst des Jahres 1918 setzte er sein Medizinstudium an der Universität Budapest fort. Oberth musste nach einer schweren Krankheit freilich feststellen, dass Medizin nicht seinen eigentlichen Interessen entsprach. Daher begann er 1919 ein Studium der Physik an der Technischen Universität Klausenburg, Rumänien, das er in München, Göttingen und Heidelberg fortsetzte. 1922 wurde seine Heidelberger Dissertation Die Rakete zu den Planetenräumen, in der er sich mit Raumfahrt beschäftigte, abgelehnt, da es keinen ausgewiesenen Experten zu diesem Thema gab. So reichte er sein Manuskript als Diplomarbeit in Klausenburg ein und bestand 1923 das Staatsexamen. Im selben Jahr veröffentlichte der Münchner Wissenschaftsverlag Oldenbourg das Manuskript. Zwar hatte Oberth selbst für die Druckkosten aufkommen müssen, aber sein Erstlingswerk wurde ein Erfolg. Von 1923 bis 1938 arbeitete Oberth mit Unterbrechungen als Gymnasiallehrer in seiner Heimat Siebenbürgen in Rumänien.

Technische Entwürfe

1917 entwarf er eine mit Ethanol und Sauerstoff betriebene Rakete. In seinem 1923 erschienenen Buch Die Rakete zu den Planetenräumen, das eine Kompilation seiner bis dato erarbeiteten Grundlagen und Theorien zur Raketentechnik und Weltraumfahrt darstellt, beschreibt Oberth nahezu alle wesentlichen Elemente zum Bau von mit Flüssigtreibstoff angetriebenen Groß- und Mehrstufenraketen.

Seine bekanntesten Werke wurden Die Rakete zu den Planetenräumen (1923) und Wege zur Raumschiffahrt (1929). Darin stellte er auch das von ihm erfundene Ionentriebwerk vor. In Die Rakete zu den Planetenräumen stellte er folgende Thesen auf:

  • Prämisse 1: Beim heutigen Stand der Wissenschaft und der Technik ist der Bau von Maschinen, die höher steigen können, als die Erdatmosphäre reicht, wahrscheinlich.
  • Prämisse 2: Bei weiterer Vervollkommnung können diese Maschinen derartige Geschwindigkeiten erreichen, dass sie nicht auf die Erdoberfläche zurückfallen müssen und sogar imstande sind, den Anziehungsbereich der Erde zu verlassen.
  • Prämisse 3: Derartige Maschinen können so gebaut werden, dass Menschen (wahrscheinlich ohne gesundheitlichen Nachteil) mit emporfahren können.
  • Prämisse 4: Unter gewissen wirtschaftlichen Bedingungen kann sich der Bau solcher Maschinen lohnen. Solche Bedingungen können in einigen Jahrzehnten eintreten.

Mit dem Start des Sputnik (1957) und dem Flug von Juri Gagarin (1961) ins Weltall wurden diese, am Anfang der 1920er Jahre noch vollkommen utopischen Gedanken, weniger als vier Jahrzehnte später in die Realität umgesetzt.

Grundlagenarbeit

Oberths Arbeiten bildeten die Grundlage für die erste Generation von deutschen Raketentechnikern und Raumfahrtpionieren: Wernher von Braun, der ab 1929 mit Oberth zusammenarbeitete, Eugen Sänger, Ernst Stuhlinger, Helmut Gröttrup, Walter Thiel und viele andere mehr. Diese Spezialisten und die Ergebnisse aus dem deutschen V2-Programm wiederum begründeten nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA und UdSSR die dortige Großraketentechnik, die zur Weltraumfahrt führen konnte. Oberth war Mitglied im 1927 gegründeten Verein für Raumschiffahrt (VfR) und knüpfte dort Kontakte zu anderen Vordenkern der Raketentechnik, wie etwa Rudolf Nebel und Walter Hohmann. 1929 und 1930 war Oberth der 1. Vorsitzende des VfR. Bei Fritz Langs visionärem Film Frau im Mond (1929) wirkte er zusammen mit Rudolf Nebel als wissenschaftlicher Berater mit. Der Start einer Rakete zur Premiere misslang jedoch.

Endgültige Anerkennung und Einsatz in der Raketentechnik

1938 erhielt Oberth einen Forschungsauftrag von der Technischen Universität Wien, wo auf seine Anregung hin 1940 ein Raketenversuchsplatz in Felixdorf entstand. Im selben Jahr wechselte er an die Technische Hochschule Dresden und erhielt im folgenden Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft. Von 1941 bis 1943 arbeitete Oberth unter dem Decknamen Fritz Hann an der Heeresversuchsanstalt in Peenemünde, wo er auch in geringem Maße an der Entwicklung der V2 beteiligt war. Oberth kritisierte das V2-Programm, da dieses aus seiner Sicht den gewünschten militärischen „Nutzen“, in Relation zu dem nötigen enormen Produktionsaufwand, nicht erzielen konnte. 1943 gelangte er nach Reinsdorf bei Wittenberg, wo er bis Kriegsende blieb und an einer ferngelenkten Feststoffrakete mitwirkte.

Nachkriegszeit

Ab 1945 wohnte Hermann Oberth in Feucht bei Nürnberg, wohin seine Familie bereits während des Krieges geflüchtet war. [1] 1948 begab sich Hermann Oberth in die Schweiz und arbeitete dort als wissenschaftlicher Gutachter. In den Jahren 1950 bis 1953 stand er in Diensten der italienischen Marine und entwickelte eine Feststoffrakete. 1955 arbeitete er auf Betreiben seines ehemaligen Schülers Wernher von Braun in den USA im Raketen-Entwicklungszentrum in Huntsville in Alabama. 1958 kehrte er nach Deutschland zurück, um 1961 noch einmal in die USA zu reisen, wo er als beratender Ingenieur der Firma Convair in San Diego in Kalifornien tätig war. Anschließend trat er in den Ruhestand. An seinem Wohnort, dem mittelfränkischen Feucht, befindet sich das Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum.

Von 1965 bis 1967 war er Mitglied der neu gegründeten NPD. Hermann Oberth starb am 28. Dezember 1989 im Alter von 95 Jahren in Nürnberg. Aus einem Nachruf der Stillen Hilfe, die wegen ihrer Unterstützung von nationalsozialistischen Tätern in die Kritik geraten war, geht hervor, dass Oberth „ein getreuer Helfer und Spender zur Unterstützung unserer Hilfsbedürftigen“ war.[4]