Des Teufels Werkstatt

Des Teufels Werkstatt war in Zipf!

Basierend auf dem Buch „Des Teufels Werkstatt. Die Geldfälscherwerkstatt im KZ Sachsenhausen“ drehte Stefan Ruzowitzky seinen Film „Die Fälscher“, in dem professionelle Drucker, Bankbeamte und Handwerker dazu gezwungen wurden, die Banknoten der wichtigsten Kriegsgegner herzustellen. Unter dem Decknamen „Unternehmen Bernhard“ wurden in der größten Geldfälscheraktion aller Zeiten unter tragischen Umständen über 130 Millionen britische Pfund gedruckt. Obwohl Ruzowitzky das moralische Dilemma, in dem sich die Gefangenen befanden, nur sehr vereinfacht darstellt, ist ihm doch ein bedrückendes, emotionales Drama über ein weitgehend unbekanntes Kapitel der deutschen Geschichte gelungen. 

Aktion Bernhard (auch Unternehmen oder Operation Bernhard) wurde eine Geldfälschungsaktion des Sicherheitsdienstes (SD) im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) im nationalsozialistischen Deutschen Reich genannt. Sie ist die bislang größte bekannte Geldfälscheraktion der Geschichte. Untergebracht in den Stollen der beschlagnahmten Brauerei „Zipfer Bier“.

Das KZ-Nebenlager Redl-Zipf war ein Außenlager des KZ Mauthausen in Neukirchen an der Vöckla.

Nach Bombenangriffen auf Wiener Neustadt im Oktober 1943 und auf die dort untergebrachten Raxwerke wurden Anlagen der Rüstungsindustrie zunehmend unterirdisch angelegt. Die Bierkeller der Brauerei Zipf wurden ausgewählt, weil sie aus geologischen Gründen relativ unempfindlich gegen Bombenangriffe waren und weil vom Bahnhof Redl-Zipf an der Westbahn ein Anschlussgleis direkt ins Brauereiareal führte.

Nach dem Ausbau des Stollensystems durch Häftlinge des KZ Mauthausen wurde Anfang 1944 der Betrieb eines Raketenteststands der „VergeltungswaffeV2 aufgenommen. Der Raketenteststand wurde unter dem Decknamen „Schlier“ betrieben. Die Anlage umfasste einen Triebwerksprüfstand, eine Anlage zur Erzeugung von Flüssigsauerstoff und einen Trafobunker. Die Anlage besteht noch heute, der Trafobunker kann besichtigt werden, die Stollen befinden sich jedoch im Firmengelände der Brauerei. Unfälle und Explosionen beim Testbetrieb des Triebwerkprüfstands forderten etliche Todesopfer, u. a. Ilse Oberth, die Tochter des Raketenforschers Hermann Oberth. Im Verlauf des Krieges wurde auch ein Teil der Nibelungenwerke in das Stollensystem verlagert. Das Lager Schlier beherbergte auch das Geldfälscherkommando der Aktion Bernhard, die aus dem KZ Sachsenhausen nach Zipf gebracht wurden. Das Lager wurde 1945 evakuiert, und die Häftlinge wurden ins KZ Ebensee transportiert. Der Höchststand an Häftlingen im Lager wird vom Mauthausen-Komitee mit 1500 Personen angegeben.


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Über antonsalzer

Als Physiker beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit verschwundenen Erfindungen und Technologien und der Lebensgeschichte der Erfinder und Entdecker dahinter. Vieles davon ist nicht nur Verschwörungstheorie Being a physicist I'm focusing since more than 30 years on stories about discoveries and inventions that have been tucked away, stolen or suppressed. Believe me much of these are not just conspiracy or fantasy. Zeige alle Beiträge von antonsalzer

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